Was bisher geschah...
... ein kleiner Rückblick auf den alten Blog, die alten Inhalte und insgesamt über 10 Jahre Elektromobilität
Der Beginn
Interesse an Autos hatte ich eigentlich schon immer. Meistens ging es dabei aber um PS starke, schnelle, sportliche Fahrzeuge. Die mögliche Rundenzeit auf der Nürburgring Nordschleife öfters im Blick.Parallel dazu gab es aber auch einen Blick auf die Umwelt und etwas Verärgerung darüber, dass sich in Sachen Entwicklung auf dem Fahrzeugmarkt nicht viel tat. Ein paar Liter weniger bei der Angabe des Normverbrauchs in den Prospekten sehe ich nicht unbedingt als den Fortschritt.
2010 gab es die ersten konkreten Schritte in Richtung Umwelt und Energiewende – eine Photovoltaikanlage wurde installiert.
Das Thema Elektromobilität war damals mangels Angebot nicht aktuell.
2012 habe ich einen Bericht über den Elektro-Smart gelesen. Ich bin zu diesem Zeitpunkt zwar noch keinen Smart gefahren, aber als Alltagsauto für den täglichen Bedarf sollte dies genügen. Da ich aber überhaupt keine Erfahrung bzgl. Elektroauto hatte, wollte ich unbedingt eine Probefahrt machen. Dies stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Erst mit Hilfe der Smart Zentrale konnte eine Probefahrt vermittelt werden.
Oktober 2012 war es dann soweit, beim Händler in Pforzheim konnte das Fahrzeug getestet werden. Nach den ersten Kilometern war ich schon überzeugt – das Fahren mit Strom macht Spaß. Die Bedienung war einfach, die Fahrleistungen bis 100 km/h mehr als ausreichend und mit der (im Gegensatz zu einem Benziner) beschränkten Reichweite würde ich auskommen.
Ich habe mir dann mein Wunschfahrzeug konfiguriert und hätte eigentlich einen Kaufvertrag unterschrieben….
…. wenn das Thema Lieferzeiten nicht gewesen wäre. In den ersten Gesprächen war von März/April 2013 die Rede. Kurz vor Abschluss des Vertrages wurde eingeräumt, dass es schon September 2013 werden könnte. Damit hätte die Lieferzeit fast ein Jahr betragen.
Die Wartezeit wäre vielleicht noch ertragbar gewesen, aber was, wenn in der Zwischenzeit eine neue, bessere Alternative auf dem Markt erscheinen würde? Gerüchte gab es zu diesem Zeitpunkt schon.
Also erst einmal kein Smart, kein Elektrofahrzeug.
Da ich seit Jahren schon BMW Fan bin, war ich einerseits sehr froh, dass BMW in Richtung E-Auto etwas unternehmen wollte, andererseits konnte ich es mir noch nicht richtig vorstellen was dabei herauskommen sollte.
Nach Test der Technik in einem Mini und einem 1er BMW, wurde verkündet etwas Neues auf die Beine zu stellen. Und dies unter einer neuen Submarke BMW i.
Irgendwo hatte ich gelesen, dass es möglich wäre sich Infomaterial zum neuen Fahrzeug (der i3) schicken zu lassen und unverbindlich einen Produktionsplatz zu reservieren.
Die Reservierung erfolgte dann am 14.11.2012

Dann passierte erst einmal gar nichts. Nach einigen Wochen habe ich per Post einen kleinen Flyer mit der Vorstellung des Fahrzeugs erhalten. So richtig viel Stand darin aber nicht, zumindest nichts was nicht schon durch Forenbeiträge oder die Presse bekannt gewesen wäre.
Im Laufe des Jahres 2013 gab es immer wieder berichte über den kommenden i3. Prototypen wurden gesichtet und Konzeptfahrzeuge auf verschiedenen Messen vorgestellt. Man konnte somit erahnen was kommen müsste, aber genau gewusst hat man es nicht.
Für die IAA im September war dann die offizielle Vorstellung angekündigt.
Bereits zuvor wurde weitere Daten veröffentlicht, wie auch die Preis- und Ausstattungsliste.
Im Sommer erhielt ich einen Anruf von BMW und wurde gefragt, ob ich noch Interesse am i3 hätte (bezogen auf meine Reservierung) und wie bzw. durch wen ich denn betreut werden möchte.
Im Hinterkopf hatte ich noch bestimmte schlechte Erfahrung mit Händlern und gerade da es sich um ein völlig neues Thema handelte, entschied ich mich für eine direkte Betreuung von BMW München (diese Entscheidung hatte noch Auswirkungen, dazu jedoch später).
BMW hat sich entschieden den Vertrieb und Verkauf der i-Modelle völlig anders aufzubauen. Im Gegensatz zu den ’normalen‘ Fahrzeugen ist bei den i-Modellen der Händler vor Ort nur ein Vermittler. Dies ermöglicht es BMW zum ersten Mal direkt an Endkunden zu verkaufen.
Zwischen BMW München und mir gab es regen Kontakt. Es waren viele Punkte zu klären und in Erfahrung zu bringen, z.B. wie kann das Fahrzeug geladen werden? Fragen zur Ausstattung? Was ist mit der Batterie – mieten oder kaufen?
Eine konkrete Bestellung sollte ab Anfang September 2013 möglich sein.
Am 6.9.2013 war es dann soweit, die Bestellung ist erfolgt
Hier die Ausstattung:
Fahrzeug :
1Z21 Modell BMW i3
0B81 Andesitsilber mit Akzent BMW i Blau
BHGI Stoffkombination ‚Neutronic‘ Aragazgrau
Serienausstattung :
02VB Reifen Druck Control
0428 Warndreieck und Verbandkasten
05DA Deaktivierung Beifahrerairbag
0570 Staerkere Stromversorgung
06AC Intelligenter Notruf
06AE TeleServices
Sonderausstattung :
02G5 19″ BMW i LM Räder Turbinenstyling 428 Mischbereifung
02VC Reifenreparatur-Set
04T9 Wärmepumpe
04U7 Schnell-Laden Gleichstrom
04U8 Schnell-Laden Wechselstrom
0442 Getränkehalter
0494 Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer
05A2 LED-Scheinwerfer
06AP Remote Services
0609 Navigationssystem Professional
0674 HiFi Lautsprechersystem harman/kardon
07RS Comfort Paket
0249 … (07RS) Multifunktion für Lenkrad
(07RS) Innen- und Außenspiegel automatisch abblendend
0473 … (07RS) Armauflage vorn
0493 … (07RS) Ablagenpaket
(07RS) Regensensor und automatische Fahrlichtsteuerung
0534 … (07RS) Klimaautomatik
0544 … (07RS) Geschwindigkeitsregelung mit Bremsfunktion
Als unverbindlicher Liefertermin wurde März 2014 genannt.
Eigentlich war alles geklärt, das Fahrzeug sollte im Frühjahr 2014 kommen, also keine Eile sich um irgendetwas zu kümmern (Versicherung, Zulassung, Stromversorgung zum Laden…)
Aber es kam anders…
Ich weiß gar nicht mehr wann es genau war, ich vermute aber es war gegen Ende September, als mich mein Ansprechpartner aus München anrief und fragte, ob ich das Auto auch früher nehmen würde – und zwar am 15.11.2013.
BMW wollte bereits einen Tag vor dem offiziellen Verkaufsstart die ersten Fahrzeuge an Kunden ausliefern. Und da ich der erste Kunde war, der direkt über München ein Fahrzeug gekauft hatte, wollte man dies zum Anlass nehmen mich nach München einzuladen und in feierlichem Rahmen das Fahrzeug zu übergeben.
Vorbei war es mit der Ruhe 😉 Es war noch viel zu tun.
Versicherung:
Gar nicht so einfach. Keine Versicherung kannte das Fahrzeug. Die Einstufung in die Versicherungsklassen war ebenfalls nicht nicht bekannt gegeben. Erst in der ersten Novemberwoche waren die Daten vollständig bei den Versicherungen bekannt.
Wallbox zum Laden:Die Wallbox wurde über meinen ‚i-Agenten‘ in Heidelberg bestellt. Leider war sie nicht sofort lieferbar. Also sie dann beim Händler ankam, war sie defekt. Also neue Lieferung. Die Wallbox war dann leider erst eine Woche vor der Fahrzeugauslieferung verfügbar – also keine Chance mehr die notwendige Elektroinstallation durchzuführen (zum Glück gibt es ab Werk eine Lademöglichkeit mittels einer normalen Steckdose).
Die Zeit verging wie im Flug. In den letzten beiden Wochen vor der Auslieferung gab es fast täglichen Kontakt zu BMW. Der ‚feierliche Rahmen‘ bedeutet nämlich auch, dass die Presse vor Ort sein sollte. Darum müssen solche Dinge wie ‚Übertragung der Bildrechte‘ geklärt werden – schließlich sollen auch Fotos gemacht werden. Für die Pressemeldungen wollte man auch O-Töne der Kunden, auch diese mussten vorher abgestimmt und freigegeben werden. Ich muss zugeben, dass ich schon beeindruckt war, was im Hintergrund alles abläuft (und das dies sogar sehr koordiniert funktionierte).
Geklärt werden musste auch, wie das Fahrzeug von München zu mir kommen sollte – knapp 300 km übersteigen die Reichweite doch deutlich.
Schließlich haben alle Vorarbeiten geklappt und das Fahrzeug konnte am 11.11. zugelassen werden.
Am Donnerstag 14.11. war ich dann auf dem Weg nach München.
Nach einer ruhigen, staufreien aber ziemlich regnerischen Fahrt nach München, habe ich nach dem Check-in im Hotel gleich auf den Weg zur BMW Welt gemacht. Dort sollte am nächsten Tag die Übergabe erfolgen.
Ich hatte nur noch ein kleines ‚Problem‘. Da es mir nicht möglich war die IAA zu besuchen, hatte ich das Fahrzeug noch nie in ‚echt‘ gesehen. Die wollte ich auf jeden Fall noch vor der Auslieferung erledigen.
Im ersten Moment war ich doch etwas überrascht. Ich hatte mir den Wagen deutlich kleiner vorgestellt.
Am 15.11. war es dann soweit. Nach ausführlicher Erklärung des Fahrzeugs wurden die ersten 6 Fahrzeuge an Kunden übergeben.
Da dies er offizielle Verkaufsstart des i3 war, wurde auch in der Presse darüber berichtet. BMW hat dieses Ereignis ebenfalls entsprechend in Szene gesetzt.
Nach der Probefahrt ging es zurück in die BMW Welt. Nach einem guten Essen endete die Veranstaltung bereits. Vielen Dank an BMW, dass ich bei dieser Veranstaltung dabei sein durfte. Als ‚Normalsterblicher‘ dürfte es eher selten sein, dass man die Möglichkeit hat so direkt dabei zu sein.
Über Nacht wurde der i3 per LKW zu meinem Händler gefahren, wo ich ihn bereits am 16.11. abholen konnte – passend zur Präsentation und dem Verkaufsstart vor Ort.




